Zum weltweiten Aktionstag am 25. November setzt die HAWK wieder ein klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und veranstaltet verschiedene Aktionen.

Aktionen an und mit der HAWK 2026

Vorträge und Workshops

"Besser keine Beziehung mit einem Mann eingehen" – Strukturelle Gewalt gegen Frauen und Femizide

Format: Online-Vortrag
Termin: Montag, 23.11.2026: 17:30–19:00 Uhr
Vortragende Person: Prof. Dr. Kristina Wolff

Über den Vortrag

Im Vortrag geht Prof. Dr. Kristina Wolff der Frage nach, warum Gewalt gegen Frauen in Deutschland trotz bekannter Zahlen und wiederkehrender Muster so oft als „Einzelfall“ behandelt wird.

 

Ausgangspunkt ist ein Satz, der konkrovers diskutiert wurde: Am 27. April empfahl Dirk Peglow, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, im ZDF-„Heute Journal“ Frauen, „besser keine Beziehung mit einem Mann einzugehen“ – vor dem Hintergrund steigender Vergewaltigungszahlen. Gleichzeitig stagnieren die Zahlen bei versuchten und vollendeten Tötungsdelikten gegen Frauen seit Jahren auf einem extrem hohen Niveau: Jährlich werden in Deutschland deutlich mehr als 300 Frauen getötet (Hellfelddelikte).

Prof. Dr. Wolff, Herausgeberin des Buches „WIE VIELE NOCH? Deutschlands gebilligte Femizide“ (Oktober 2025), macht deutlich, dass es dabei nicht nur um einzelne Taten geht, sondern um strukturelle Gewaltmechanismen, die tief in gesellschaftlichen Vorstellungen, Macht- und Kontrollansprüchen verankert sind. Auch die Medien als „vierte Gewalt“ können dazu beitragen, dass zugrunde liegende Muster aus dem Blick geraten – und damit langfristig stabilisiert werden.

Neben Zahlen, Daten und Fakten gibt Prof. Dr. Wolff einen Überblick über wiederkehrende Gewaltmuster, ordnet diese juristisch und historisch ein und benennt strukturelle Defizite. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Frage: Was lässt sich konkret tun? Vorgestellt und diskutiert werden Handlungsoptionen und Lösungsansätze, die in anderen Ländern bereits etabliert sind.

Im Anschluss ist ein Austausch ausdrücklich willkommen – denn wirksame Prävention braucht Aufmerksamkeit, Wissen und gemeinsames Handeln.

Anmeldung

Teilnehmen können Hochschulangehörige der HAWK, Uni Hannover, Hochschule Hannover und Uni Hildesheim (Kooperationsveranstaltung).

Zur Anmeldung

Zivilcourage bei sexualisierter Diskriminierung am Studien- und Arbeitsplatz

Format: Online-Workshop
Termin: Dienstag, 24.11.2026: 11:00–12:30 Uhr
Vortragende Person: Dr. Sandra Schwark  

Über den Vortrag

Im Workshop geht es um Situationen, die viele kennen – und die trotzdem oft sprachlos machen: ein anzüglicher Kommentar im Seminar, eine grenzüberschreitende Bemerkung im Team, eine unangenehme Szene im Büro.

 

Sexismus und sexuelle Belästigung kommen auch an Hochschulen vor. Und häufig stellt sich im Moment selbst die Frage: Was kann ich jetzt konkret tun – ohne mich selbst zu überfordern oder die Situation zu verschlimmern?

Dr. Sandra Schwark vermittelt dafür Grundlagen und praxistaugliche Handlungsmöglichkeiten. Zunächst klären wir, welche Formen von Sexismus es gibt und wie sich sexuelle Belästigung als eine Ausprägung am Studien- und Arbeitsplatz Hochschule zeigt. Danach folgt eine verständliche Einordnung der rechtlichen Grundlagen – vom Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bis zum Strafrecht.

Im praktischen Teil arbeiten die Teilnehmenden mit interaktiven Fallbeispielen: Wie lässt sich Sexismus am Arbeitsplatz vorbeugen? Wie kann ich im Ernstfall reagieren? Ein Schwerpunkt liegt auf Bystander-Interventionen – also auf der Frage, wie ich handeln kann, wenn ich Zeug*in einer Grenzüberschreitung werde.

Ziel des Workshops ist, sexualisierte Diskriminierung sicherer zu erkennen, Grenzen zu benennen und sich selbst sowie andere couragiert zu unterstützen.

Zur Person

Dr. Sandra Schwark ist Kriminologin und Psychologin. Als Fachreferentin beschäftigt sie sich seit vielen Jahren mit der Prävention sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.

Anmeldung

Teilnehmen können Hochschulangehörige der HAWK, Uni Hannover, Hochschule Hannover und Uni Hildesheim (Kooperationsveranstaltung).

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Toxische Männlichkeit und Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Wie befördern Rollenstereotype Gewalt und was können wir dagegen tun?

Format: Online-Vortrag 
Termin: Mittwoch, 25.11.2026: 12:00–13:30 Uhr
Vortragende Person: Björn Süfke

Über den Vortrag

Im Vortrag geht es um die Frage, wie Jungen und Männer heute geprägt werden – und welche Folgen traditionelle Rollenbilder für Denken, Fühlen und Handeln haben können.

 

Gemeinsam schauen wir auf zentrale Elemente männlicher Sozialisation und darauf, warum bestimmte Männlichkeitsnormen (z. B. Kontrolle, Dominanz, „Stärke zeigen“) problematische Dynamiken begünstigen.

Anhand von acht Thesen zeigt Björn Süfke anschließend auf, wie traditionelle Männlichkeitsvorstellungen das Risiko männlichen Gewaltverhaltens gegenüber Mädchen und Frauen – aber auch gegenüber Queers sowie anderen Jungen und Männern – erhöhen können. Zum Abschluss wird diskutiert, was wir daraus praktisch ableiten können: Welche Ansätze braucht es, um gendersensible Gewaltprävention wirksam zu gestalten – in Bildung, Arbeitswelt und Alltag?

Zur Person

Björn Süfke ist seit 1999 als Männerberater bei der man-o-mann männerberatung Bielefeld tätig und hält Vorträge zu verschiedenen Themen rund um Männlichkeit. Er ist Autor mehrerer Bücher, u. a. Den Mann zur Sprache bringen, Männerseelen und Männer. Was es heute heißt, ein Mann zu sein sowie des Vatergeschichtenbands Papa, Du hast ja Haare auf der Glatze!.

Anmeldung

Teilnehmen können Hochschulangehörige der HAWK, Uni Hannover, Hochschule Hannover und Uni Hildesheim (Kooperationsveranstaltung).

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Statements

Die eigene Fahne

In Deutschland ist jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Dies symbolisiert die eigene Fahne der HAWK zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.

Zum 25. November hisst die Hochschule die eigene Fahne wieder an den Hochschulstandorten.

 

Die Fahne entstand in einem Studierendenprojekt an der Fakultät Gestaltung in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro und der Senatsgleichstellungskommission. Alle Fahnenentwürfe der Studierenden finden Sie in der Broschüre "Ein Zeichen gegen Gewalt - 30 Entwürfe für eine HAWK-Fahne für den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen"

Orange the World

Kampagne „Orange the World“: HAWK-Homepage und Stud.IP leuchten in Orange

Im Englischen wird der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen auch „Orange Day“ genannt. Die Farbe Orange symbolisiert dabei eine Zukunft ohne Gewalt gegen Frauen.

 

An der HAWK erstrahlen in diesem Jahr erneut die Homepage und das Campusmanagementsystem "Stud.IP" in Orange - als Teil der "Orange the World"-Kampagne.

„Orange the World" ist eine Präventionskampagne der UN, die zwischen dem "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen" am 25. November und dem „Internationalen Tag der Menschenrechte“ am 10. Dezember stattfindet. Während dieser 16 Tage finden weltweit Veranstaltungen und Aktionen „in Orange“ statt, um auf die Gewalt an Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen.

Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte

Brötchentüten-Aktion in Hildesheim: „Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte“

Die HAWK ist Kooperationspartnerin im Hildesheimer Aktionsbündnis gegen Gewalt an Frauen. Das Bündnis organisiert zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen wieder die bekannte Brötchentütenaktion:

 

Rund um den 25. November geben z.B. Bäckereien, Kioske und Lebensmittelläden Brötchentüten mit dem Slogan „Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte“ an die Kundschaft weiter - so auch die Bäckerei Safft nahe der HAWK in Hildesheim, die die Tüten am 25.11.2026 für die HAWK in ihrem Verkauf verwendet. 

Auf den Brötchentüten sind Informationen zum Hilfsangebot gegen Gewalt in der Region Hildesheim gedruckt. So kommen die Informationen dort an, wo Gewalt am häufigsten vorkommt: im häuslichen Nahbereich.

Aktionen der Fakultäten

Informationen folgen.

Anlaufstellen an der HAWK

Die HAWK bietet folgende Anlaufstellen bei sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt für Studierende und Beschäftigte.

Alle Anfragen werden vertraulich behandelt.

Gleichstellungsbeauftragte

Beratung bei Vorfällen oder Fragen zu sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt im Hochschulkontext.

  • Hauptberufliche Gleichstellungsbeauftragte, Nicola Hille
  • Fakultätsgleichstellungsbeauftragte

Antidiskriminierungsgremium 

Melden von Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts, der ethnischen Herkunft oder aus rassistischen Gründen, wegen der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität. 

Weiterbilden zum Thema Machtmissbrauch und Diskriminierung

  • Lila Podcast
    MeToo an Hochschulen - Wenn Profs ihre Macht missbrauchen
  • Dokumentation
    "Tatort Uni" zum Thema #MeToo und Machtmissbrauch an Hochschulen
  • Das berühmte Tee Video
    "Nur Ja heißt Ja". Über sexuelle Einwilligung
  • UN Women
    8 Möglichkeiten, wie Sie sich in Ihrem Alltag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen einsetzen können
  • Video-Clips
    „Was ist sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz?“ und „Was kannst du gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz tun?"
  • Online-Tool der Uni Göttingen
    „KNOW HOW – Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt an der Uni“
  • Verband Queere Vielfalt
    Starker Anstieg Queerfeindlicher Straftaten: Nicht nur die Gewalt gegen cis-Frauen nimmt zu, auch intergeschlechtliche, nicht-binäre und trans-Personen erleben diese zunehmend
  • Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“
    Eine Mitmach-Aktion unter dem Motto „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ und dem Hashtag #SchweigenBrechen (vom 16. bis 25. November 2026; Telefonnnummer: 116 016)