Werkstattarbeit – die praktische Seite des Studiums
Praktische Übungen in historischen Techniken und in der Durchführung von Konservierungs- und Restaurierungsmethoden an Druck- und Handschriften, Büchern und Grafiken sind fest in das Studium integriert. Die Werkstattarbeit ist ein tragendes Element. Die theoretischen Kenntnisse des Studiums werden durch sie systematisch zusammengeführt, angewendet und -durch die eigenen Erfahrungen- vertieft. Die Vermittlung erfolgt schrittweise: von der Erstbegutachtung über die Methoden der Reinigung, Zustandsuntersuchung, Dokumentation bis zur Stabilisierung. Die Wissenschaftsgebiete der Chemie, Mikrobiologie und Kunstgeschichte sind eingebunden. Das Arbeiten im Team wird unterstützt und gefördert.
Die Ausübung konservatorischer und restauratorischer Methoden erfolgt in Zusammenarbeit mit externen Institutionen. Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek, die Dombibliothek Hildesheim, das Stadtarchiv Hildesheim und die Technische Informationsbibliothek unterstützen kontinuierlich die Ausbildung. Die Arbeit an Objekten und Bestandsgruppen wird sowohl an der Hochschule als auch in ihren Werkstätten ermöglicht und in dieser engen Verbindung von Lehre, Forschung und Praxis auch die Weiterentwicklung von Restaurierungsmethoden. Die Studierenden werden auf die Praxisphase im 5. Semester sowie den Arbeitsalltag umfassend vorbereitet.
Für die praktische Arbeit stehen an der Vertiefung gut ausgestattete Werkstatträume mit unterschiedlichen Funktionen und ein Labor zur Verfügung. In Absprache können diese auch außerhalb der Lehrveranstaltungen für das praktische Training genutzt werden. Jede/r Studierende erhält für die Dauer des Studiums eine eigene Arbeitsplatzausstattung, Lehrunterlagen, Materialien und Übungsstücke.