Standort
Hildesheim
Dauer (Anzahl der Semester)
7
Bewerbungsende Wintersemester
15.08.
ECTS
210
Zulassungsbeschränkung
Nein
Voraussetzung
Vorpraktikum

Worum geht es in dem Studiengang?

In diesem Studiengang dreht sich alles um Holz, Holzwerkstoffe und deren vielfältige nachhaltige Einsatzmöglichkeiten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie aus diesem nachwachsenden Rohstoff moderne Produkte, Bauwerke und Produktionsprozesse entstehen können: von der Planung und Konstruktion über die Fertigung bis hin zur wirtschaftlichen Umsetzung. 

Neben der Konstruktion, Werkstoffkunde, Fertigungstechnik und betriebswirtschaftlichen Grundlagen geht es darum, komplexe Projekte aus Holz und Holzwerkstoffen effizient, nachhaltig und wirtschaftlich umzusetzen.

Digitalisierung

Die Studieninhalte verbindet ingenieurtechnische Grundlagen mit digitaler Planung, automatisierter Fertigung und vernetzter Produktion; sowie klassische Holztechnik mit den Anforderungen einer modernen, digitalen und ressourceneffizienten Produktion.

Im Holzingenieurwesen spielen digitale Technologien eine zunehmend wichtige Rolle: etwa CAD/CAM-Prozesse, automatisierte Produktionsanlagen, Robotik, datenbasierte Qualitätssicherung und Anwendungen künstlicher Intelligenz. 

Vertiefungen

Nach einem Einführungssemester, in dem Sie mit den ingenieurtechnischen Grundlagen vertraut gemacht werden, spezialisieren Sie sich durch die Wahl einer Vertiefung.

Konstruktiver Holzbau

Wenn Sie sich für die Vertiefung Konstruktiver Holzbau entscheiden, dreht sich für Sie alles um die Planung, Berechnung und Fertigung von Gebäuden und Bauwerken aus Holz oder Holzwerkstoffen.

Sie beschäftigen sich mit Tragwerken, Baukonstruktionen, Werkstoffeigenschaften, Bemessung und der technischen Umsetzung moderner Holzbauprojekte. Digitale Planungswerkzeuge, industrielle Vorfertigung und automatisierte Fertigungsprozesse gewinnen auch im Holzbau zunehmend an Bedeutung.

Möbelbau & Digitale Produktion

Die Vertiefung Möbelbau & Digitale Produktion beschäftigt sich mit der Entwicklung, Konstruktion und Produktion von Möbeln sowie mit dem Innenausbau von Gebäuden und Fahrzeugen. 

Im Fokus stehen moderne Fertigungstechnologien, digitale Prozessketten, Automatisierung, Robotik, datenbasierte Produktionssteuerung und KI-gestützte Anwendungen in der industriellen Holz- und Möbelproduktion.

Was kann ich später damit machen?

MöglicheTätigkeitsfelder

  • Fertighausbau
  • Holzrahmenbau
  • Ingenieurholzbau
  • Möbelindustrie
  • Innenausbau
  • Fertigungs- und Qualitätsmanagement
  • digitale Produktionsplanung

Je nach Vertiefung und persönlichem Schwerpunkt können Sie später in der Konstruktion, Arbeitsvorbereitung, Produktionsleitung, Qualitätssicherung, Prozessoptimierung, technischen Projektleitung oder im digitalen Fertigungsmanagement arbeiten.

Mögliche Unternehmen

Durch die Verbindung von Holztechnik, Ingenieurwesen und digitalen Technologien sind Sie besonders gut auf Unternehmen vorbereitet, die:

  • nachhaltige Produkte entwickeln
  • Bau- und Fertigungsprozesse industrialisieren
  • ihre Produktion automatisieren
  • digitale Werkzeuge in Planung und Herstellung einsetzen wollen

Masterstudium

Absolventinnen der Vertiefungsrichtung Konstruktiver Holzbau können ohne weitere Auflagen im Masterstudiengang Bauingenieurwesen ihre technisch-wissenschaftliche Qualifikation vertiefen. 

Bei entsprechender Wahl der Vertiefungsmodule können Sie sich z. B. in die Liste der Tragwerksplanerinnen bei der Ingenieurkammer aufnehmen lassen.

Was macht den Studiengang besonders?

Ingenieurmäßige Anwendungen

In den Projektmodulen werden erworbene Kenntnisse unmittelbar in konkrete ingenieurmäßige Anwendungen übertragen. Dabei geht es nicht nur um den Werkstoff Holz, sondern auch um moderne Methoden, mit denen Produkte, Bauwerke und Produktionsprozesse geplant, gefertigt, überwacht und weiterentwickelt werden.

Ganzheitlicher Branchen-Einblick

Der Studiengang verbindet Nachhaltigkeit, industrielle Praxis und digitale Transformation. Studierende lernen, wie digitale Werkzeuge, automatisierte Fertigung, Robotik, Datenanalyse und künstliche Intelligenz in der Holz- und Möbelbranche sowie im Holzbau eingesetzt werden.

Interdisziplinäre Kooperationen

Ein weiterer besonderer Aspekt ist die enge Verbindung zu angrenzenden Disziplinen. Durch Kooperationen mit Studiengängen wie Bauingenieurwesen, Architektur, Gestaltung oder Konservierung und Restaurierung entsteht ein interdisziplinäres Lernumfeld, das technische, gestalterische, wirtschaftliche und ökologische Perspektiven miteinander verbindet.

Berufsvorbereitung

Der Studiengang begleitet Sie auf dem Weg in die Arbeit und bereitet Sie mit konkreten Einblicken, Praxisphasen und einem eigenen wirtschaftlichen Netzwerk dafür vor: Praxissemester als Ingenieurassistenz, enge Verbindung zu Unternehmen aus Holzbau, Möbelindustrie und Innenausbau
Internationale Workshops und Exkursionen.